Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wir möchten unsere zentralen Erkenntnisse kondensiert zusammenfassen:
Wer spart, verliert
Wer investiert, riskiert
Wer antifragil investiert, profitiert
Und so ist es zu verstehen…
1. Wer spart, verliert:
Sparer werden kalt enteignet
BLAUE LINIE = Sichere Verzinsung von Guthaben (Geldmarkt-Zins) vs. ROTE LINIE = Inflationsrate Deutschland (Harmonisierter Verbraucherpreisindex)
Verzinsliche Anlageformen (Kontoguthaben, Anleihen, klassische Kapital- und Rentenversicherungen, etc.) bleiben eine große Umverteilungsmaschine: Sie führen nach Abzug von Kosten, Steuern und Inflation zu einer schleichenden Enteignung der Sparer und zu einer Entlastung der Schuldner (= vorrangig den Staatshaushalten). Selbst ohne Berücksichtigung von Kosten und Steuern haben Sparer damit in den vergangenen fünf Jahren real – also nach Abzug der Inflation – fast 20% Vermögensverlust erlitten.
2. Wer investiert, riskiert:
Sachwerte sind heute alternativlos, aber durch historisch hohe Bewertungen belastet.
BLAUE LINIE: Shiller-CAPE-Ratio über die vergangenen 100 Jahre (in Bezug auf den amerikanischen Aktienmarkt)
Erläuterung: Das Shiller-CAPE-Ratio setzt die aktuellen Aktienkurse ins Verhältnis zu den durchschnittlichen, inflationsbereinigten Gewinnen der letzten 10 Jahre.
Niedriges CAPE: Aktien sind historisch gesehen günstig = eher höhere langfristige Renditeerwartungen.
Hohes CAPE: Aktien sind historisch gesehen teuer = eher niedrigere langfristige Renditeerwartungen.
Sachwerte (Aktien, Beteiligungen, Private Equity, Immobilien) sind mehr denn je alternativlos, um Vermögen real zu erhalten und zu vermehren. Das hat deren Preise immer weiter in die Höhe getrieben. Der S&P 500 notiert zum Jahresende 2025 bei einem Gewinn-Multiplikator von rund 40. Anders gesagt: Anleger zahlen heute 40€ für 1€ nachhaltigen Jahresgewinn. Aktien waren in den vergangenen 100 Jahren nur um die Jahrtausendwende teurer als heute. Die Renditeerwartung für Sachwerte ist damit historisch niedrig bzw. das Risiko für Kurskorrekturen erhöht.
3. Wer antifragil investiert, profitiert:
Durch Hinzunahme alternativer Anlagen kann Vermögen real erhalten und vermehrt werden.
BLAUE LINIE: Anytime „GEWINN-RETTER“-Portfolio vs. ROTE LINIE = Konservatives ETF-Portfolio (30% Aktien / 70% Anleihen)*
Gesamtrendite: +28,04% (= 6,12% p.a.) bei einer maximalen Wertminderung von -5,57%
Die Angaben zur Wertentwicklung beziehen sich auf den Zeitraum 01.10.2021 (Einrichtung der Portfolios) bis zum 28.11.2025.
*Die Benchmark besteht aus zwei ETFs: 30 % Aktien (MSCI World / WKN: A0RPWH), 70 % Anleihen (Eurozone Government Bond / WKN: DBX0AC)
Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Die Darstellung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt kein Angebot, keine Aufforderung oder Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich Ihre selbstständige Anlageentscheidung erleichtern und ersetzt keine anleger- und anlagegerechte Beratung. Alle Angaben nach eigenen Berechnungen und ohne Gewähr.
Neben Zins- und Sachwerten gibt es alternative Anlagelösungen, die die Risiken der klassischen Vermögensanlage kontern. Diese „antifragilen“ Bausteine der Geldanlage profitieren insbesondere dann, wenn klassische Anlageformen unter Druck geraten. Durch die gezielte Kombination klassischer und alternativer Anlagen, lassen sich zeitlos stabilere Anlageergebnisse erzielen (vgl. „Gewinn-Retter“-Portfolio oben). So kann das Dilemma aus „Wer spart, verliert“ und „Wer investiert, riskiert“ prognosefrei gelöst werden. Wer Diversifikation gut findet, der wird antifragiles Investieren lieben.
Bei allen Fragen stehen wir Ihnen gerne rund um das Thema antifragiles Investieren als Ansprechpartner zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch sowie ein glückliches und gesundes Jahr 2026!