Der schlechte Ruf von Aktionären in Deutschland

Eine Aktienkultur in Deutschland – quasi nicht vorhanden. Woran liegt das? Viele Menschen in Deutschland setzen die Börse immer noch mit einem Kasino gleich. Die neuesten Entwicklungen der Wirecard oder GameStop Aktien waren für das Entstehen einer nachhaltigen Aktienkultur in Deutschland mit Sicherheit auch nicht hilfreich. Außerdem verbinden viele Anleger mit der Börse leider immer noch die Zeit des Neuen Marktes um die Jahrtausendwende. In dieser Zeit herrschte der Internetboom und täglich kamen neue Unternehmen auf den Markt, deren Aktien Anleger kauften, ohne ernsthaft darüber nachzudenken, was diese Unternehmen überhaupt tatsächlich machten. Alles was irgendwie innovativ und neu klang, wurde gekauft. Doch auf den rasanten Anstieg folgte ein noch rasanterer Absturz. Aus der Gier wurde Angst. Viele Anleger verloren ihr Vermögen und beschlossen, das Börsenparkett nie wieder zu betreten. Diese Einstellung zog sich breit durch die Bevölkerung in Deutschland.

Und wie sieht es heute aus? Hat sich eine Aktienkultur in Deutschland über die Jahre entwickelt? Fehlanzeige. Die Erfahrungen aus der damaligen Zeit und das, was Anleger aus dieser Zeit ihren Kindern weitergegeben haben, schlagen heute zurück. Die vergangenen Krisen der letzten Jahre haben Notenbanken dazu veranlasst, eine Nullzinspolitik zu fahren. Und das sollte in den nächsten Jahren auch so bleiben. Anders können Staaten, die in der Corona-Krise wieder ordentlich am Schuldenrad gedreht haben, diese Verbindlichkeiten nicht mehr finanzieren. Auch die Inflation wird in den kommenden Jahren wahrscheinlich zulegen.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass in Deutschland eine Aktienkultur entsteht. Geht die Politik in ihren Aussagen mit gutem Beispiel voran? Klares Nein. Finanzminister Scholz wird nicht müde zu sagen, dass wir eine Finanztransaktionssteuer brauchen. Und die Steuer. Und noch eine Steuer. Zudem gab er zu Protokoll, dass er persönlich aufs Sparbuch schwört. Was für ein fatales Signal aus der Politik. Das Sparbuch wird in Zukunft mit Sicherheit keinen Beitrag zum Vermögensaufbau leisten können. Vor allem nicht in Zeiten, in denen Banken auf absehbare Zeit Strafzinsen verlangen, wenn das Geld bei ihnen liegt. Viele Anleger wissen nicht einmal, was das Sparbuch bedeutet. Übersetzt bedeutet das Sparbuch: Gläubiger sein. Nicht Eigentümer, wie bei einer Aktie, bei der der Anleger einen kleinen Teil eines Unternehmens erwirbt. Und in der heutigen Zeit bekommt der Anleger noch nicht einmal Geld dafür, dass er der Bank sein Geld verleiht (Sparbuch).

Natürlich muss ein Anleger einiges bei seiner Geldanlage in Aktien beachten. Langfristig jedoch führt an dieser Anlageklasse kein Weg vorbei, auch, wenn Aktien natürlich sichtbar schwanken – die sogenannte Volatilität. Viele Anleger setzen diese Volatilität mit Risiko gleich. Eine Fehleinschätzung: Einem langfristigen Investor können diese Schwankungen nämlich egal sein. Zu wenig Streuung im Depot oder ein zu kurzer Anlagehorizont stellen hingegen sehr wohl Risiken dar, wodurch wir aber wieder bei der Frage sind: Wird spekuliert oder investiert? Ein ganz klares Risiko stellt zudem eine Einlage bei einer Bank dar, die die gesetzlich festgelegte Einlagensicherungssumme von 100.000 Euro überschreitet. Neben der Gewissheit, dass es auf diese Einlage keine Zinsen mehr gibt, kann im schlimmsten Fall bei einer Bankenpleite das Geld auch einfach weg sein. Fragen Sie mal Kunden zyprischer Banken.

Was Anleger beachten sollten? Die Elemente Streuung, Anlagehorizont und Kosten spielen dabei eine entscheidende Rolle.

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