Interview mit Dietrich Zanger – Investor

„Private Altersvorsorge ist essentiell, aber mit Zinsprodukten nicht mehr attraktiv.“

Mit Dietrich Zanger sprach unser Geschäftsführer Ferdinand Herfeldt über die entscheidenden Erfolgsfaktoren eines Fondsinitiators, wie die Geldanlage in Zeiten niedriger Zinsen funktionieren kann und wie wichtig der Job eines traditionellen Finanzberaters auch heute noch ist.  

FERDINAND HERFELDT: Dietrich, Du hast selbst einen starken Bezug zu der Finanzbranche und hast damals eine eigene Fondsgesellschaft gegründet. Wie sah Dein Werdegang aus?

DIETRICH ZANGER: Nach dem BWL- Studium habe ich bei einer amerikanischen Bank als Trainee angefangen und dann 5 Jahre im Firmenkundengeschäft verbracht. Dann habe ich den Bereich „Spezialfinanzierungen“ der Landesbank in Düsseldorf aufgebaut und danach die Structured Finance Abteilung einer Londoner Merchantbank geleitet. Schon in dieser Zeit habe ich viele Objekte für Initiatoren geschlossener Fonds finanziert. Das war so interessant, dass wir nach einem Team-Spin-Off als ein Geschäftsfeld mit neuen Gesellschaftern und weiteren Akteuren von einer Versicherung eine eigene Fondstochter gegründet haben. Im Laufe der Zeit hat diese Fonds für Immobilien, Flugzeuge, Wind- und Solarparks und sogar Medienproduktionen aufgelegt, an private Anleger vertrieben und für sie verwaltet. Mittlerweile haben wir diese Gesellschaft verkauft.

FERDINAND HERFELDT: Was sind Deiner Meinung nach die entscheidenden Erfolgsfaktoren für einen Fondsinitiator?

DIETRICH ZANGER: Wir haben für jeden Fonds zunächst den Erwerb der Objekte bei Banken vorfinanziert, bis dann die Investoren jeweils das eingeworbene Eigenkapital eingebracht haben. Schlüssel für Banken und Investoren waren das Know-How bei der Konzipierung, die Qualität der einzelnen Objekte, die erwartbare Platzierbarkeit der Fonds und die erfahrene Fondsverwaltung. An jeder Stelle – Konzeption, Objektauswahl, Operations und Vertrieb müssen engagierte und integre Leute am Werk sein, die ihre jeweiligen Gegenüber überzeugen können. Und nicht zu vergessen: die lernfähig sind und lernbereit bleiben. Ich denke, das gilt eigentlich für jeden Initiator.

FERDINAND HERFELDT: Du konntest in Deiner Zeit in der Finanzbranche bereits viele Erfahrungen sammeln. Inwieweit hat aus Deiner Sicht die Regulierung in unserer Branche zugenommen?

DIETRICH ZANGER: Zur damaligen Zeit gab es nur wenig Regulierung für die Fondsbranche. Das war aber nicht nur von Vorteil, denn zum Teil hat der Aggressivste erst einmal „abgeräumt“. Der heutige Rahmen gibt viel mehr Transparenz und Sicherheit für alle Beteiligten. Es darf aber auch nicht so weit kommen, dass vor lauter Dokumentationspflichten die eingehende Beschäftigung mit dem Anlegerinteresse und dessen Beratung leidet.

FERDINAND HERFELDT: Die Geldanlage ist mit der Zeit deutlich schwieriger geworden. Das liegt mitunter daran, dass es den risikolosen Zins nicht mehr gibt. Was ist aus Deiner Sicht bei der Geldanlage zu beachten?

DIETRICH ZANGER: Private Altersvorsorge ist essentiell, aber mit Zinsprodukten nicht mehr attraktiv. Und der Fiskus bedient sich bis auf eine viel zu kleine Pauschale an den Erträgen aus Anlagen, die aus bereits versteuertem Einkommen getätigt wurden. Dazu zehrt jetzt noch die Inflation an der Substanz. Sicher ist es gut, ein Liquiditätspolster vorzuhalten, aber an Sachanlagen wie Immobilien und Aktien geht meines Erachtens kein Weg mehr vorbei. Die Ausgestaltung hängt dann ganz entscheidend von der jeweiligen Lebensphase ab.

FERDINAND HERFELDT: Es gibt mittlerweile zahlreiche Robo Advisor. Diese haben das Ziel, die Dienstleistungen eines traditionellen Finanzberaters zu automatisieren sowie zu digitalisieren. Hat sich aus Deiner Sicht der klassische Vertrieb verändert?

DIETRICH ZANGER: Ja in der Tat. Wegen der Vielzahl der Produkte kann kein Finanzberater sich alles selbst erarbeiten. Das hat ja schon vor dem Aufkommen der Robo Advisors zur Standardisierung im Vertrieb geführt. Da ist der Schritt nicht weit, noch mehr der Maschine zu überlassen. Ich meine aber, der Finanzberater hat keineswegs ausgedient, weil nur er die Kunden kennt und idealerweise über Jahre begleitet. Digitalisierung und Automation sind dann für ihn unverzichtbare Tools, um seine Aufgabe effizient anzugehen und Zeit für das eigentlich Wichtige – seinen Kunden – zu haben.

FERDINAND HERFELDT: Du unterstützt unser Unternehmen als Investor. Was hat Dich überzeugt?

DIETRICH ZANGER: Ich finde Euren konzeptionellen Ansatz gut begründet und Ihr habt ein kongeniales Team, das ihn auch nachhaltig sollte umsetzen können. Eure weitere Entwicklung werde ich gespannt verfolgen und wünsche Euch (und damit auch mir als Investor) viel Erfolg.

FERDINAND HERFELDT: Vielen Dank für das Gespräch. 

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